Ein Workshop für schnelle und transparente Entscheidungen

Das sich beschleunigende Tempo des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und technologischen Wandels stellt Unternehmen und ihre Mitarbeiterschaft vor permanent neue Herausforderungen. Dies führt dazu, dass die von Unternehmen zu lösenden Probleme sich immer schneller verändern sowie größer und komplexer werden. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die Fähigkeit „komplexe Probleme zu lösen“ laut des „Future of Jobs Report 2020“ des World Economic Forum zu den Top 3-Fähigkeiten für Mitarbeitende im Jahr 2025 gehört. 

 

Ein kollaboratives Werkzeug, das schnell und universell bei vielen Entscheidungsproblemen eingesetzt werden kann und zudem eine gute Einstiegsmöglichkeit darstellt, um die Problemlösungsfähigkeiten von Mitarbeitenden und Teams zu verbessern, ist der von AJ&Smart entwickelte Lightning Decision Jam (kurz LDJ) bzw. Entscheidungs- oder Problemlösungssprint.

 

Ein LDJ ist ein strukturierter und moderierter Workshop mit einem klar definierten Prozessablauf. In den 4 Phasen des Workshops werden innerhalb kurzer Zeit (1) die relevanten Herausforderungen einer Aufgabe identifiziert und (2) priorisiert, (3) Lösungen generiert und (4) Entscheidungen getroffen. Die 4 Phasen des LDJ sind mit klaren Zeitvorgaben versehen, so dass der Workshop je nach Teamgröße und Thementiefe insgesamt zwischen 30 und 90 Minuten dauert. Zu den wichtigsten Regeln des LDJ gehört, dass die Teilnehmenden zwar in dem Workshop zusammen arbeiten, jeder jedoch für sich alleine. Hierfür halten alle Teilnehmenden für sich ihre Gedanken und Ideen auf Post-Its fest. Da über weite Strecken des Workshops nicht miteinander gesprochen wird, verhindert diese Regel, dass der Workshop durch einzelne Teilnehmende dominiert wird. Vielmehr soll der Input aller Teilnehmenden auf Basis der jeweiligen Qualität bewertet werden und nicht aufgrund des jeweiligen Urhebers. Nicht zuletzt aufgrund dieser Regel ist der LDJ nicht nur für Vor-Ort-Workshops, sondern auch für eine virtuelle Durchführung mittels digitaler Whiteboards (z. B. Mural oder Miro) geeignet.

Eine ausführlichere Version erschien mit den Co-Autoren Wolfgang Natzke (Steinbeis BMI) und Maren Fischer (Freshworks) in Transfer, Steinbeis Magazin 02/20.

Photo by Volodymyr Hryshchenko on Unsplash

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